Kunst  ist die Anstrengung, einer inneren Wahrheit kommunizier- baren Bestand zu geben. Ich schätze die Kunst. Aber ich schätze es mehr, wenn eine Wahrheit klar ausgesprochen ist. In der Malerei wie beim Schreiben geht es um die Klärung und Behauptung von Ideen, um Wahrheit.  Malerei ist wie ein Essey zu einem #Thema, ein Bündel von Fragen, gerichtet an sich selbst.  —  Es erfüllt keinen Zweck, aber es versucht, den Sinn in sich selbst zu behaupten.


Zur Lobpreisung des Ideellen male ich
Pinselstriche auf  Leinwand ( technisch: "digital painting")


.. mit einem täglichen Blick auf EFFHN  und TBIJ  —  auf die Zeichen (SIGNs), wohin die digitale Massenüberwachung  und die Macht des grossen Geldes  in den Lobbies führen werden.

master of war

Über meine gedruckte/ bemalte Grafik

Kunst kann nicht gelehrt werden. – Aber im Gegensatz zur fraglichen Daseinsberechtigung von Kunstprofessoren ist es für Studenten jedenfalls instruktiv, Künstler der Vergangenheit zu verehren.
Während meines Studiums an der Bauhaus Universität Weimar hatte ich die Wandgestaltungen von Oskar Schlemmer als tägliches Umfeld.
Die Kunst als das Rückführen eines Sinnes in sich selbst –zwar als Ergebnis einer Sinnsuche, dennoch eben nur als ein Streben um seiner selbst willen– ist so existenzgegründet und individuell, dass der Begriff einer Kunstlehre widersinnig wäre.
Das Lehren von Kunst kann somit kein weiteres Ergebnis hervorbringen, als das Arrivieren des Lehrenden.
Reality is always a distortion field. (Dieses RDF-Statement ist hier etwas anders formuliert, als jenes berühmte über Steve Jobs.)
Fakten?  –  Filtern, Verbergen, Interpretieren und zielgerichtete Interessen sind die wichtigeren Eigenschaften, die den Wert von "Fakten" ausmachen.
Roy Lichtenstein beschrieb Pop Art als Industrial Painting. Er spielte mit der Illusion, seine parallelen Streifen und Ben-Day-Punkte, die eigentlich handgemalt waren, seien maschinell produziert.
Was ich versuche, ist das Gegenteil. Ich gebe meinen Arbeiten aus der Entfernung eine handgemalte Erscheinung, deren Struktur im Detail aber offensichtlich industriell (digital) ist.
In der Malerei stehen sich zwei gegensätzliche Ausprägungen gegenüber. Beide passen nicht zu meiner Arbeit:
-  gestischer Strich, emotionaler Ausdruck, Unmittelbarkeit
-  klare Komposition, abstrahierende Form, Kalkulation.
Aus dem Widerspruch ergab sich für mich:  Ein Strich ist die Nachbildung eines Striches.
Schliesslich muss, egal ob digitale oder nicht-digitale Kunst, jede einzelne Farbzuweisung, jedes Detail einer Formgebung und jede Strichführung durch den Kopf des Künstlers gegangen sein. Andernfalls ist es nicht Kunst.
Ich fand es nie besonders interessant, wie digitale Werkzeuge und grafische Computeranwendungen die Erscheinung z.B. von Aquarellfarbe, Zeichenkohle etc. imitieren. Ich habe nach einem Strich gesucht, der seine digitale Herkunft nicht verleugnet, der immer noch Struktur zeigt, aber offensichtlich künstlich erzeugt ist. Striche und Farbflächen, gebildet aus einer Überlagerung von digitalen Kreisflächen, waren da die erste und naheliegendste Lösung.
Ich signiere meine Arbeiten mit  [stumm]  oder kurz mit  [#] .

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